Weisheiten zum Thema »Genuss und Glück«

Eine diskursive Folge erlesener Aphorismen von genannten Autoren ohne Rangfolge - » VORWORT

 

Immanuel Kant (1724 - 1804):

Alle Seelenvermögen oder Fähigkeiten können auf diese drei zurückgeführt werden: das Erkenntnisvermögen, das Gefühl der Lust und Unlust - und das Begehrungsvermögen.



Heinrich von Kleist (1777 - 1811):

Die Begriffe von Glück sind so verschieden wie die Genüsse und Sinne, mit welchen sie genossen werden.



Christa Wolf (geb. 1929):

Indem wir die Gegenwart gewahr werden, ist sie schon vorüber, das Bewusstsein des Genusses liegt immer in der Erinnerung.



Sören Kierkegaard (1813 - 1855):

Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber man muss es vorwärts leben.



Victor Hugo (1802 - 1885):

Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Ängstlichen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die Chance.



Karl Kraus (1874 - 1936):

Der Anspruch auf einen Platz an der Sonne ist bekannt.
Weniger bekannt ist, dass sie untergeht, sobald er errungen ist.



Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.):

Ein glückliches Leben besteht in erster Linie aus Freiheit von Sorgen.

Das Bewusstsein eines erfüllten Lebens und die Erinnerung an viele gute Stunden sind sas größte Glück auf Erden.



Arthur Schopenhauer (1788 - 1860):

Es ist ein Unglück, dass der Begriff der Glückseligkeit ein so unbestimmter Begriff ist, dass , obgleich jeder Mensch zu ihr gelangen wünscht, er doch niemals bestimmt und mit sich selbst einstimmig sagen kann, was er eigentlich wünsche und wolle... Will er Reichtum, wie viele Sorgen, Neid und Nachstellung könnte er sich dadurch nicht auf den Hals ziehen! Will er viel Erkenntnis und Einsicht, vielleicht könnte das ein nur um desto schärferes Auge werden, um die Übel, die sich für ihn jetzt noch verbergen und doch nicht vermieden werden können, nur desto schrecklicher zu zeigen, oder seinen Begierden, die ihm schon genug zu schaffen machen, noch mehr Bedürfnisse aufzubürden. Will er ein langes Leben, wer steht ihm dafür, dass es nicht ein langes Elend sein würde? Will er wenigstens Gesundheit, wie oft hat noch Ungemächlichkeit des Körpers von Ausschweifung abgehalten! Kurz, er ist nicht imstande, nach irgendeinem Grundsatz mit völliger Gewissheit zu bestimmen, was ihn wahrhaft glücklich machen werde, darum, weil hierzu Allwissenheit erforderlich wäre. Man kann also nicht nach bestimmten Prinzipien handeln, um glücklich zu sein, sondern nur nach empirischen Ratschlägen, zum Beispiel der Diät, der Sparsamkeit, der Höflichkeit, der Zurückhaltung, von welchen die Erfahrung lehrt, dass sie das Wohlbefinden im Durchschnitt am meisten befördern.

Dass für unser Glück und unsren Genuss das Subjektive ungleich wesentlicher, als das Objektive sei, bestätigt sich in allem: von dem an, dass Hunger der beste Koch ist und der Greis die Göttin des Jünglings gleichgültig ansieht, bis hinauf zum Leben des Genies und des Heiligen. Besonders überwiegt die Gesundheit alle äußeren Güter so sehr, dass wahrlich ein gesunder Bettler glücklicher ist, als ein kranker König. ...

Denn die höchsten, die mannigfaltigsten und die anhaltendsten Genüsse sind die geistigen; wie sehr auch wir, in der Jugend, uns darüber täuschen mögen; diese aber hängen hauptsächlich von der angeborenen Kraft ab. - Hieraus also ist klar, wie sehr unser Glück abhängt von dem, was wir sind, von unserer Individualität; während man meistens nur unser Schicksal, nur das, was wir haben, oder was wir vorstellen, in Anschlag bringt. ...

Für unser Lebensglück ist demnach das, was wir sind, die Persönlichkeit, durchaus das Erste und Wesentlichste; - schon weil sie beständig und unter allen Umständen wirksam ist: zudem aber ist sie nicht, wie die Güter der zwei anderen Rubriken, dem Schicksal unterworfen, und kann uns nicht entrissen werden. Ihr Wert kann insofern ein absoluter heißen, im Gegensatz des bloß relativen der beiden anderen.

Das Einzige, was in dieser Hinsicht in unserer Macht steht, ist, dass wir die gegebene Persönlichkeit zum möglichsten Vorteil benutzen, demnach nur die ihr entsprechenden Bestrebungen verfolgen und uns um die Art von Ausbildung bemühen, die ihr gerade angemessen ist, jede andere aber meiden, folglich den Stand, die Beschäftigung, die Lebensweise wählen, welche zu ihr passen. ...

Jedoch ist hier, zumal in der Jugend, die Klippe der Präsumtion (Anmaßung) zu vermeiden, dass man sich nicht ein Übermaß von Kräften zuschreibe, welches man nicht hat.

Also was einer an sich selber hat ist zu seinem Lebensglücke das Wesentlichste. Bloß weil dieses, in der Regel, so gar wenig ist, fühlen die meisten von denen, welche über den Kampf mit der Not hinaus sind, sich im Grunde ebenso unglücklich, wie die, welche sich noch darin herumschlagen.

Da unser größtes Vergnügen darin besteht, bewundert zu werden, die Bewunderer aber, selbst wo alle Ursache wäre, sich ungern dazu herablassen; so ist der Glücklichste der, welcher, gleich viel wie, es dahin gebracht hat, sich selbst aufrichtig zu bewundern. Nur müssen die anderen ihn nicht irre machen.

Wer demnach nur den Ruhm verdient, auch ohne ihn zu erhalten, besitzt bei Weitem die Hauptsache, und was er entbehrt ist etwas, darüber er sich mit derselben trösten kann.

Den echtesten Ruhm, den Nachruhm, vernimmt sein Gegenstand ja nie, und doch schätzt man ihn glücklich. Also bestand sein Glück in den großen Eigenschaften selbst, die ihm den Ruhm erwarben, und darin, dass er Gelegenheit fand, sie zu entwickeln, also dass ihm vergönnt wurde, zu handeln, wie es ihm angemessen war, oder zu treiben, was er mit Lust und Liebe trieb: denn nur die aus dieser entsprungenen Werke erlangen Nachruhm.

Es ist eine große Torheit, um nach außen zu gewinnen, nach innen zu verlieren, d. h. für Glanz, Rang, Prunk, Titel und Ehre, seine Ruhe, Muße und Unabhängigkeit ganz oder großen Teils hinzugeben.


Aristoteles sagt:

    Das Glück gehört denen, die sich selbst genügen.

Oliver Goldsmith sagt:

    Nur auf uns selbst sind wir stets angewiesen,
    An allen Orten und zu allen Zeiten,
    Darum, willst du Glückseligkeit genießen,
    So kannst du sie nur selber dir bereiten.


Vorzügliche und edle Menschen werden jener Erziehung des Schicksals bald inne und fügen sich bildsam und dankbar in dieselbe: sie sehen ein, dass in der Welt wohl Belehrung, aber nicht Glück zu finden sei, werden es sonach gewohnt und zufrieden, Hoffnungen gegen Einsichten zu vertauschen, und sagen endlich mit Petrarka: Kein anderes Glück empfind' ich als zu lernen.

Um nicht sehr unglücklich zu werden, ist das sicherste Mittel, dass man nicht verlangt, sehr glücklich zu sein.



Hermann Hesse (1877 - 1962):

Das Glück ist kein Wie, kein Was, ein Talent, kein Objekt.

Glück kann man nur besitzen, solange man es nicht sieht.

Schönheit beglückt nicht den, der sie besitzt, sondern den,
der sie lieben und anbeten kann.



Mahatma Gandhi (1869 - 1948):

Unser Glück beruht darauf, dass wir tun, was wir für richtig und angemessen halten, und nicht, was andere sagen oder tun.



Francois de La Rochefoucauld (1613 - 1680):

Unser Glück liegt nicht in den Dingen, sondern in deren Bewertung durch uns; und der Besitz dessen, was wir lieben, macht glücklich, nicht dessen, was andere liebenswert finden.

Das Glück liegt in uns, nicht in den Dingen. Glücklich sind wir mit dem, was wir selbst, nicht was andere lieben.



Sören Kierkegaard (1813 - 1855):

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.



[Lucius Annaeus] Seneca (um 4 v. Chr. - 65):

Niemals wird einer glücklich sein, wenn es ihn quält, dass ein anderer glücklicher ist.

Ein Mensch, der nur an sich denkt und in allem seinen Vorteil sucht, kann nicht glücklich sein. Willst du für dich leben, lebe für andere.



Ludwig [Andreas] Feuerbach (1804 - 1872):

Je glücklicher wir einen anderen machen, umso glücklicher werden wir selbst.



Dietrich Bonhoeffer (1906 - 1945):

Es gibt kaum ein beglückenderes Gefühl als zu spüren, dass man für andere Menschen etwas sein kann.



Georges Bernanos (1888 - 1948):

Glück ist, seine Freude in der Freude des anderen finden.



Charles de Montesquieu (1689 - 1755):

Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind.



Maurice Maeterlinck (1862 - 1949):

Glücklichsein: das heisst die Ungeduld nach dem Glück hinter sich haben.



Dario Lostado:

Glücklichsein ist nicht der Zweck unseres Lebens, sondern das Ergebnis unserer Lebensweise. Das Glück ist wie unser Schatten, es läuft davon, wenn wir ihm nachjagen, doch wenn wir auf das Licht und die Wahrheit zugehen, folgt es uns.



Arthur Schopenhauer (1788 - 1860):

Im Reich der Wirklichkeit ist man nie so glücklich wie im Reich der Gedanken.

Was nun aber, von jenen allen, uns am unmittelbarsten beglückt, ist die Heiterkeit des Sinns: denn diese gute Eigenschaft belohnt sich augenblicklich selbst. Wer eben fröhlich ist, hat allemal Ursache es zu sein: nämlich eben diese, dass er es ist.

Der Tor läuft den Genüssen des Lebens nach und sieht sich betrogen: der Weise vermeidet die Übel.

Wer seine Begierde zu befriedigen weiß, ist klug; wer sie zu beherrschen weiß, ist weise.



Immanuel Kant (1724 - 1804):

Die Fröhlichkeit des Herzens entspringt daraus, dass man sich nichts vorzuwerfen hat.

Voltaire sagte, der Himmel habe uns zum Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens zwei Dinge gegeben: die Hoffnung und den Schlaf. Er hätte noch das Lachen dazurechnen können.

Es muss in allem, was ein lebhaftes erschütterndes Lachen erregen soll, etwas Widersinniges sein. Das Lachen ist ein Affekt aus der plötzlichen Verwandlung einer gespannten Erwartung in nichts.



Emile Zola (1840 - 1902):

Das Lachen ist eine Macht, vor der die Größten dieser Welt sich beugen müssen.



Henrik Ibsen (1828 - 1906):

Glück ist vor allem die ruhige, frohe Gewissheit der Unschuld.



Mark Twain (1835 - 1910):

Wie wenig genügt, uns glücklich zu machen, wenn wir fühlen, dass wir es verdient haben.



Karl Spazier (1761 - 1805):

Unsere Glückseligkeit hängt nicht vom Glauben an gewisse Lehren, sondern von zweckmäßiger Tätigkeit ab.



Leo (Lew Nokolajewitsch) Tolstoi (1828 - 1910):

Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du willst, sondern darin, dass du immer willst, was du tust.

Einen ewigen Fehler machen alle jene Menschen, die sich unter Glückseligkeit die Erfüllung ihrer Wünsche vorstellen.



Gottfried Benn (1886 - 1956):

Dumm sein und Arbeit haben, das ist das Glück.



Anton Tschechow (1860 - 1904):

Das Leben stimmt nicht mit der Philosophie überein:
Es gibt kein Glück ohne Müßiggang, und nur das Nutzlose bereitet Vergnügen.



August Strindberg (1849 - 1912):

Denn das Glück ist wohl hauptsächlich Frieden,
weniger Arbeit und weniger Luxus.



Johann Peter Hebel (1760 - 1826):

Alle Gelegenheit, glücklich zu werden, hilft nichts,
wenn man den Verstand nicht hat, sie zu nutzen.



Epikur (341 - 271 v. Chr.):

Es gibt nur einen Weg zum Glück und der bedeutet, aufzuhören mit der Sorge um Dinge, die jenseits der Grenzen unseres Einflussvermögens liegen.

Seelenfrieden und Freisein von Beschwerden sind Lust in der Ruhe; Vergnügungen und Freude aber sind Erregungen, welche die Seele in Tätigkeit versetzen.

Die Lust ist Ursprung und Ziel des glücklichen Lebens.

Man kann nicht lustvoll leben, ohne zugleich vernünftig zu leben, und umgekehrt nicht vernünftig, ohne lustvoll zu leben.

Allein das klare Denken verschafft uns ein freudvolles Leben; die Vernunft ist unser höchstes Gut.

Die Fähigkeit, Freundschaft zu erwerben, ist unter allem, was Weisheit zum Glück beitragen kann, bei weitem das Wichtigste.

Das höchste Gut ist das Glück, das höchste Übel das Unglück.

Einem Unglück muss man begegnen mit der dankbaren Erinnerung an das Verlorene und der Erkenntnis, dass sich das Geschehene nicht ungeschehen machen lässt.



Plutarch (etwa 46 - 120):

Im Unglück ist die Erinnerung an das erlebte Gute der beste Trost.



Stefan Zweig (1881 - 1942):

Erst im Unglück weiß man wahrhaftig, wer man ist.



Aristoteles (384 - 322 v. Chr.):

Glück ist Selbstgenügsamkeit.



Ernst Ferstl (geb. 1955):

Zum Glücklichsein gibt es nur einen Schlüssel: die Dankbarkeit.

Ein Zufriedener braucht kein Glück, er hat es bereits.

Wer mit seinem Unglück nicht fertig wird, kann mit seinem Glück nichts anfangen.



Honoré de Balzac (1799 - 1850):

Die Erinnerungen verschönern das Leben, aber das Vergessen allein macht es erträglich.



Sören Kierkegard (1813 - 1855):

Wer nicht vergessen kann, aus dem wird nichts Gescheites.



Immanuel Kant (1724 - 1804):

Wenn man seinen Schmerz mit anderen möglichen vergleicht, wird er dadurch erträglicher.



Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916):

Sich glücklich fühlen, auch ohne Glück - das ist Glück.



Jean Anouilh (1910 - 1987):

Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind.

So lange Leben da ist, gibt es auch Glück.



George Bernard Shaw (1856 - 1950):

Es ist ein ungeheueres Glück, wenn man fähig ist sich freuen zu können.



Lucius Annaeus Seneca d. J. (um 4 v. Chr. - 65):

Die wahre Freude ist eine ernste Sache.



Theodor Fontane (1819 - 1898):

So muss man leben, immer so die kleinen Freuden aufpicken, bis das große Glück kommt. - Ja, wenn es bloß kommt.
Und wenn es nicht kommt, dann hat man wenigstens die kleinen Glücke gehabt.



Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832):


        Willst du immer weiter schweifen?
        Sieh', das Gute liegt so nah.
        Lerne nur das Glück ergreifen,
        Denn das Glück ist immer da.


Wer freudig tut und sich des Getanen freut, ist glücklich.


        Glücklich wenn die Tage fließen,
        Wechselnd zwischen Freud und Leid,
        Zwischen Schaffen und Genießen,
        Zwischen Welt und Einsamkeit.


Jeder hat sein eigen Glück unter den Händen, wie der Künstler eine rohe Materie, die er zu einer Gestalt umbilden will. Aber es ist mit dieser Kunst wie mit allen; nur die Fähigkeit wird uns angeboren, sie will gelernt und sorgfältig ausgeübt sein.

Das schönste Glück des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche ruhig zu verehren.



Erich Fromm (1900 - 1980):

Glück ist kein Geschenk der Götter - es ist die Frucht einer inneren Einstellung.

Glücklich wird der Mensch durch die Bestätigung seiner eigenen Kräfte, wenn er sich selbst aktiv in der Welt erlebt. Es lässt sich zeigen, dass das Glück für den Menschen in der Liebe zum Leben liegt.



Maurice Barrés (1862 - 1923):

Glück ist im Grunde nichts anderes als der mutige Wille zu leben, indem man die Bedingungen des Lebens annimmt.



Carl Zuckmayer (1896 - 1977):

Die Hälfte des Lebens ist Glück, die andere ist Disziplin - und die ist entscheidend, denn ohne Disziplin könnte man mit seinem Glück nichts anfangen.



Baruch Spinoza (1632 - 1677):

Geduld ist die Tugend des Glücklichen.



Victor Cherbuliez (1829 - 1899):

Glück hat vor allem der, der gewohnt ist, auf Gelegenheiten zu achten, der über Geduld, aber auch über ruhelosen Geist verfügt, der sich klaglos über seine Bequemlichkeit oder seine Eitelkeit hinwegsetzt, wer Liebe zum Detail und Blick in die Zukunft miteinander vereinen kann und auch in schwierigen Zeiten tapfer und fröhlich bleibt.






Eberhard Liß (geb. 1941):

Beim wissentlichen Empfinden und Deuten beurteilen wir dasjenige als schön oder gut, das vorzugsweise unserem Befinden wohl tut.

Menschen müssen erst Böses erlitten oder kennen gelernt haben, um Gutes richtig erkennen und schätzen zu können.

Wer seine Bedürfnisse an Erreichbares anpassen kann, dem geht es gut.

Einsichtige Mäßigung der individuellen Ansprüche ermöglicht, dass freudige Erlebnisse oder Überraschungen als Glücksmomente für schöne Erinnerungen empfunden werden.

Das menschentypische Verlangen nach sozialer Anerkennung entspricht dem Geltungsdrang und wirkt motivierend für Imponiergehabe, Besitzstreben, Karrieredenken, Ruhmsucht oder Machtanspruch; - im Gegensatz dazu gibt es die Bescheidenheit, Gelassenheit, Ausdauer und relative Zufriedenheit des Weisen, der selten fragt, ob er glücklich ist.

Dem 'naiven Glücksucher' fehlt eine notwendige Akzeptanz der begrenzten Erreichbarkeit des Verlangten (Spaß, Freude, Lust, Erfolg oder Geltung); - deshalb erlebt er im Fall der Nichterlangung eine persönliche Unzufriedenheit oder Resignation, die emotional ausufern kann zu Wut bzw. Verzweiflung, auch zu Hass auf vermeintlich Schuldige.

Verschonung vor Leid ist mehr Glück als ein unerwarteter Gewinn.

Der Gewinn materieller Güter ermöglicht Glücksempfindungen nur kurzzeitig, weil verführerisch geweckte Wünsche zur Unzufriedenheit führen.

Wer nicht dankbar für Erreichtes ist und seine Wünsche nicht unter Kontrolle hat, wird ein unzufriedener und getriebener Mensch bleiben.

Ein glückliches Leben ist möglich durch sinnvolles Tun zwecks Selbsterhaltung und sozialer Anteilnahme.

Optimistisches Denken fördert Gesundheit und Tatkraft zur Erreichung von realistischen Zielen der Glückssuche.

Das Leben glücklich meistern ohne Klagen, - das ist Lebenskunst.

Wer Schönes am Leben mit Freude findet und wer Leid ohne Verzagen ertragen kann, der wird als ein 'Lebenskünstler' geachtet.

Schönes freudig erkennen und dankbar erleben, - das ist Glück.

Glücklich ist, wer sich freuen kann.

Im Lebenskampf hilft persönliche Entschlusskraft zur Überwindung von Unglück und Leid, - entsprechend einem eigenen Schlüssel zum Glück, mit dem wieder Quellen der Lebensfreude erschlossen werden können.

Wir erfahren ein beglückendes Selbstwertgefühl und neuen Lebensmut nach erfolgreicher Anstrengung oder tapferem Durchhalten, wobei eigener Humor erleichternd wirkt.

Viele kleine und wenige große Lebensfreuden helfen uns über den existentiellen Ernst des Lebens und mögliche Schicksalsschläge hinweg.

Das Gefühl der Freude über einen schönen Eindruck wird als Glücksmoment erlebt entsprechend dem Bewusstmachen von emotionalem Wohlempfinden.

Erlebte Freude am Denken und Gestalten ermutigt und stärkt das Selbstvertrauen.



Siehe auch:  » Leben und Schicksal   » Gefallen und Kunst   » Werk und Erfolg

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