Weisheiten zum Thema »Jugend und Alter«

Eine diskursive Folge erlesener Aphorismen von genannten Autoren ohne Rangfolge - » VORWORT

 

Charlie Chaplin (1889 - 1977):

Die Jugend wäre eine viel schönere Zeit, wenn sie erst später im Leben käme.



Vicky Baum (1888 - 1960):

Man versteht junge Menschen nur dann, wenn man seine eigene Jugend nicht vergessen hat.



Albert Schweitzer (1875 - 1965):

Jugend ist kein Lebensabschnitt sondern ein Geisteszustand, ein Schwung des Willens, Regsamkeit der Phantasie, Stärke der Gefühle, Sieg des Mutes über die Feigheit, Triumph der Abenteuerlust über die Trägheit.



Immanuel Kant (1724 - 1804):

Die Kinder benutzen nicht die Lebenserfahrung der Eltern; die Nationen kehren sich nicht um die Geschichte. Die schlechten Erfahrungen müssen immer wieder aufs Neue gemacht werden.

Mit dem Alter nimmt die Urteilskraft zu und das Genie ab.



Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832):

Das Schicksal jedes Volkes und jeder Zeit hängt von den Menschen unter 25 Jahren ab.

Wenn auch die Welt im ganzen fortschreitet, die Jugend muss doch immer von vorne anfangen und als Individuum die Epochen der Weltkultur durchmachen.

Wahrlich, die Jugend währe unerträglich, wär ich nicht auch einmal unerträglich gewesen.

Wenn sich der Most auch ganz absurd gebärdet, es gibt zuletzt doch noch 'nen Wein.

Sehr viel ist zu erreichen durch Strenge, mehr durch Liebe, das meiste aber durch Einsicht und eine unparteiische Gerechtigkeit, bei der kein Ansehen der Person gilt.



Indisches Sprichwort:

Der Erwachsene achtet auf Taten, das Kind auf Liebe.



Carl Zuckmayer (1896 - 1977):

Was die Kinder von den Großen erwarten, ist nicht, verstanden, sondern geliebt zu werden, auch wenn sich diese Liebe in Strenge oder auf ungeschickte Art äußert. Vertraulichkeit gibt es nicht zwischen den Generationen, nur Vetrauen.



Pearl Sydensticker Buck (1892 - 1973):

Die Jugend soll ihre eigenen Wege gehen, aber ein paar Wegweiser schaden nicht.

Kinder, die man nicht liebt, werden Erwachsene, die nicht lieben.

Die jungen Leute wissen noch zu wenig, um vernünftig zu handeln. Darum versuchen sie das Unmögliche - und bringen es, Generation auf Generation, immer wieder zuwege.



Konrad Lorenz (1903 - 1989):

Ungeduldige Forderung nach sofortiger Triebbefriedigung, Mangel jeglicher Verantwortlichkeit und jeglicher Rücksichtnahme auf die Gefühle anderer sind für kleine Kinder typisch und bei ihnen völlig verzeihlich. Geduldiges Hinarbeiten auf ferne Ziele, Verantwortung des eigenen Tuns und Rücksichtnahme auch auf Fernerstehende sind Verhaltensnormen, die für den reifen Menschen kennzeichnend sind.



Ernst Barlach (1870 - 1938):

Es ist das Vorrecht der Jugend, Fehler zu begehen, denn sie hat genügend Zeit, sie zu korrigieren.



Ernest Miller Hemingway (1899 - 1961):

Die Jugend ist meist so allwissend, dass sie alles weiß, bis auf eines, dass auch einmal die Alten allwissend waren, bis sie wirklich etwas wussten.



J. I. Kraszewsky:

Die Jugend findet an allem Gefallen. Ihr bietet oftmals das, was dem gereiften Alter Anlass zur Traurigkeit gibt, Gelegenheit zu lachen.



Sokrates (470 - 399 v. Chr.):

Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.



Robert Edler von Musil (1880 - 1942):

Die Jugend überschätzt das Neueste, weil sie mit ihm gleichaltrig fühlt. Darum ist es ein zweifaches Unglück, wenn das Neueste zu ihrer Zeit schlecht ist.



Francois de La Rochefoucauld (1613 - 1680 ):

Die Jugend wechselt ihre Neigungen aus Lebenslust, das Alter bewahrt sie aus Gewohnheit.

Jugend ist dauernde Trunkenheit und fiebrige Unrast der Vernunft.



Alexander S. Puschkin (1799 - 1837):

Jugend ist wie Sauerteig. Aber Sauerteig ist nicht das ganze Brot.



Ralph Waldo Emerson (1803 - 1882):

Kein Kind ist so brav, dass seine Mutter nicht froh ist, wenn es endlich schläft.



Jean-Paul Sartre (geb. 1905):

Jugend will, dass man ihr befiehlt, damit sie die Möglichkeit hat, nicht zu gehorchen.



Jean Cocteau (1889 - 1963):

Was bei der Jugend wie Grausamkeit aussieht, ist meistens Ehrlichkeit.



Friedrich Dürrenmatt (1921 - 1990) - aus Das Versprechen:

        Kinder tun nie etwas ohne Grund.



Wilhelm Busch (1832 - 1908):

        Vater werden ist nicht schwer,
        Vater sein dagegen sehr.



Christian Friedrich Hebbel (1813 - 1863):

Es ist die Strafe unserer Jugendsünden, dass wir gegen die unserer Kinder nachsichtig sein müssen.



Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832):

Man könnt' erzogene Kinder gebären, wenn die Eltern erzogen wären.

Denn wir können die Kinder nach unserem Sinne nicht formen; so wie Gott sie uns gab, so muss man sie haben und lieben. Sie erziehen aufs beste und jeglichen lassen gewähren. Denn der eine hat die, die anderen andere Gaben; jeder braucht sie, und jeder ist doch nur auf eigene Weise gut und glücklich.

Was sogar die Frauen an uns ungebildet zurücklassen, das bilden die Kinder in uns aus, wenn wir uns mit ihnen abgeben.



Friedrich Nietzsche (1844 - 1900):

Die unaufgelösten Dissonanzen im Verhältnis von Charakter und Gesinnung der Eltern klingen in dem Wesen des Kindes fort und machen seine innere Leidensgeschichte aus.

Väter und Söhne schonen sich viel mehr untereinander als Mütter und Töchter.



Friedrich Fröbel (1782 - 1852):

Beklagt euch nicht über unsere Jugend. Denn sie ist das Ergebnis dessen, was wir aus ihr gemacht haben.

Bewahrt die heranwachsende Jugend vor leerer Nichtigkeit, vor Arbeitsscheu, vor Grübeleien ohne Tat und vor mechanischem Handeln ohne Nachdenken.

Erziehung ist Vorbild und Liebe - mehr nicht.



Mark Twain (1835 - 1910):

Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.



Charlotte Wolff (1900 - 1986):

Ein Lehrer, der nicht von seinen Schülern lernt, versagt in seinem Beruf.



Albert Einstein (1879 - 1955):

Es ist die wichtigste Kunst des Lehrers, die Freude am Schaffen und am Erkennen zu erwecken. [1931)

Die Schule soll stets danach trachten, dass der junge Mensch sie als harmonische Persönlichkeit verlasse, nicht als Spezialist. [...]
Stets soll die Entwicklung der allgemeinen Fähigkeiten selbständigen Denkens, Urteilens und Arbeitens im Vordergrunde stehen, nicht die Erwerbung von Spezialkenntnissen. [1936]

[Hohes Ziel:] Freie und selbstverantwortliche Entfaltung des Individuums, damit es seine Kräfte froh und freiwillig in den Dienst der Gemeinschaft aller Menschen stelle. Da ist kein Platz für Vergottung einer Nation, einer Klasse oder gar eines Individuums. [1939]

Die Kinder benutzen nicht die Lebenserfahrungen der Eltern; die Nationen kehren sich nicht um die Geschichte. Die schlechten Erfahrungen müssen immer wieder aufs Neue gemacht werden. [1923]

Wir müssen unsere Kinder gegen Militarismus impfen, in dem wir sie im Geiste des Pazifismus erziehen. [1931]

Es gibt keine andere vernünftige Erziehung, als Vorbild sein, wenn's nicht anders geht, ein abschreckendes. [um 1932]

Es gibt weder große Entdeckungen noch wahren Fortschritt, solange noch ein unglückliches Kind auf der Welt ist.



Aus der UNO-Deklaration zum Schutz des Kindes:

Der Mensch schuldet dem Kind das Beste, was er zu geben hat.



Emil Oesch (1894 - 1974):

Wer die Lebensbahn seiner Kinder zu verpfuschen gedenkt, der räume ihnen alle Hindernisse aus dem Weg.

Nur der Mensch, der sich verstanden fühlt, ist bereit, sich verstehen und führen zu lassen.



Deutsches Sprichwort:

Kinder achten mehr darauf, was Eltern tun, als was sie sagen.



Luc Marquis de Vauvenargues (1715 - 1747):

Junge Leute leiden weniger unter ihren Fehlern, als unter der Weisheit der Alten.



Jean Anouilh (1910 - 1987):

Kinder müssen die Dummheiten der Erwachsenen ertragen, bis sie groß genug sind, sie selbst zu machen.



Von Unbekannt:

Viele Kinder haben sehr schwer erziehbare Eltern.

Was man selbst nicht weiß, ist Kindern schwer zu vermitteln.

Das Problem unserer Kinder ist, dass sie ihre Eltern erst in einem Alter bekommen, in dem es kaum noch Hoffnung gibt, sie noch ändern zu können.

Dass die Kinder erwachsen werden, merkt man spätestens, wenn sie nicht mehr fragen woher sie kommen und nicht mehr sagen, wo sie hinwollen.



Deutsche Sprichworte:

Dreierlei Leuten muss man ihre freie Meinung lassen: Herren, Kindern, Narren.

Kinder und Narren sagen die Wahrheit.



Charles Dickens (1812-1870):

Kinder erleben nichts so scharf und bitter wie die Ungerechtigkeit.



Fjodor M. Dostojewski (1821 - 1881):

Durch Umgang mit Kindern gesundet die Seele.



Otfried Preußler, Kinderbuchautor (geb. 1923):

Ich glaube, dass Kinder mit einem natürlichen Optimismus auf die Welt kommen.



Sprichwort aus den USA:

Die Undankbarkeit unserer Kinder erinnert uns an die Liebe unserer Eltern.



Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916):

Wer sich seiner eigenen Kindheit nicht mehr deutlich erinnert, ist ein schlechter Erzieher.

Man bleibt jung, solange man noch lernen, neue Gewohnheiten annehmen und einen Widerspruch ertragen kann.



Konfuzius (Kung-fu-tse, 551 - 479 v. Chr.):

Achte die Jugend, du weißt nicht, wie sie sich entwickeln wird.

Ein wahrhaft großer Mensch verliert nie die Einfachheit eines Kindes.



Mencius (372 - 281 v. Chr.):

Groß ist der Mann, der nicht sein Kinderherz verliert.



Sigmund Graff (1898 - 1979):

Lachen erhält jung - und es wird aus eben diesem Grund mit dem Alter immer kostbarer.



William Somerset Maugham (1874 - 1965):

Jede Generation lächelt über die Väter, lacht über die Großväter und bewundert die Urgroßväter.



Erich Kästner (1899 - 1974):

Erst bei den Enkeln ist man soweit, dass man die Kinder ungefähr verstehen kann.

Am besten wärīs, die Kinder blieben klein.

Dass wir wieder werden wie die Kinder, das ist eine unerfüllbare Forderung. Aber wir können zu verhüten suchen, dass die Kinder so werden wie wir.



Paul von Heyse (1830 - 1914):

Soll das kurze Menschenleben immer reife Frucht dir geben, musst du jung dich zu den Alten, alternd dich zur Jugend halten.



Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832):

Keine Kunst ist es, alt zu werden, es ist eine Kunst, es zu ertragen.

Das Menschenleben ist seltsam eingerichtet: Nach den Jahren der Last hat man die Last der Jahre.

Wir erfahren erst im Alter, was uns in der Jugend begegnete.



Stanislaw Jerzy Lec (1909 - 1966):

Vor der Wirklichkeit kann man seine Augen verschließen, aber nicht vor der Erinnerung.



Erich Maria Remarque (1898 - 1970):

Vergessen können ist das Geheimnis ewiger Jugend. Wir werden alt durch Erinnerung.



Arthur Schopenhauer (1788 - 1860):

Ein Hauptstudium der Jugend sollte sein, die Einsamkeit ertragen zu lernen, weil sie eine Quelle des Glücks und der Gemütsruhe ist.

Im Alter versteht man besser, die Unglücksfälle zu verhüten, in der Jugend, sie zu ertragen.

Im Alter gibt es keinen schöneren Trost, als dass man die ganze Kraft seiner Jugend Werken einverleibt hat, die nicht mitaltern.

Das Alter hat die Heiterkeit dessen, der seine Fesseln los ist und sich nun frei bewegt.



Martin Buber (1878 - 1965):

Altsein ist ein herrlich Ding, wenn man nicht verlernt hat, was anfangen heißt.



Martie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916):

Man bleibt jung, solange man noch lernen, neue Gewohnheiten annehmen und Widerspruch ertragen kann.



John Knittel (1891 - 1970):

Alt ist man dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude hat als an der Zukunft.



Eugen Roth (1895 - 1976):

      Ein Mensch möcht, jung noch, was erleben.
      Doch mit der Zeit wird sich das geben,
      bis er, im Alter, davor bebt,
      dass er am End noch was erlebt.

      Ein Mensch, noch Neuling auf der Welt,
      das Leben für recht einfach hält.
      Dann, schon erfahren, klug er spricht:
      So einfach ist die Sache nicht!
      Zum Schluss sieht er wieder klar,
      wie einfach es im Grunde war






Eberhard Liß (geb. 1941):

Enormes Naturwunder ist Neues Leben, - entstanden aus einer Zelle!

Kinder haben zu fördernde Anlagen für Lebensfreude, Kreativität und Lernbereitschaft verbunden mit Fragen der Neugier und des Staunens.

Kindliche Neugier und beglückende Lebensfreude stärken die Schaffenskraft.

Kinder müssen behütet werden, weil sie leichtsinnig und unberechenbar sind.

Neugierige Kinder beobachten viel und stellen Fragen. Sie lernen spielend durch Probieren.

Mit wenig Wissen von Geburt an müssen die Menschen mühsam lernen, wie sie sich in der komplizierten Welt zurechtfinden können.

Die veranlagte Lerndisposition eines Kindes ermöglicht ihm bei der Entwicklung seiner Persönlichkeit das Selbstlernen mit der evolutionären Chance zur individuellen Anpassung an neue oder veränderte Bedingungen zwecks Selbsterhaltung.

Kinder lernen durch kognitives Erfassen (Begreifen) von Beziehungen zwischen Gegenständen ihrer Umwelt. Ihre erworbenen Kenntnisse entsprechen eigenen Erfahrungen und ermöglichen 'Einsicht durch Erkenntnis'.

Eine informelle Vermittlung von fachspezifischem Erfahrungswissen lernender Gehirne ist möglich durch sprachliche Mittel und wissentliche Unterrichtung; dagegen erfolgt bei genetischer Vererbung keine Übertragung erworbener Fachkenntnisse von Eltern auf Gehirne ihrer Kinder.

Wer seine Kinder verwöhnt, zeigt ihnen nicht, dass sie vielen Versuchungen widerstehen können.

Die naive Jugend will so schnell wie möglich erwachsen werden, ohne zu bedenken, dass die Vorteile persönlicher Selbständigkeit durch viel Fleiß, Lernen und Kompromisse erkämpft werden müssen.

Erwachsen sein heißt selbständig handeln, sich möglichst selbst versorgen und Verantwortung für sich und andere übernehmen.

Wie "gerne große" Kinder zeigen Angeber gern wie 'toll' sie sind, - sie versuchen zu imponieren durch außergewöhnliches Äußeres, Haben oder Tun.

Die unerfahrene Jugend bestaunt Erfolge und Durchsetzungsvermögen 'cleverer' Menschen, auch dann, wenn diese rücksichtslos oder unfair handeln.

Die kindliche Freude am Provozieren anderer verblasst, wenn die erwartete Reaktion des Geärgerten ausbleibt.

Kindlicher Übermut und unbewusster Leichtsinn führen zu riskanten Handlungen wegen fehlender Selbstkontrolle.

Das "disziplinlose" Menschenkind kann ein rücksichtsloser Egoist sein; - ihm fehlt sittliche Bildung, was seine Erziehung erfordert.

Naive Menschen sind wie verspielte Kinder unberechenbar, weil sie impulsiv agieren, meist ohne Vorsicht und Rücksicht.

Die Mutter naiver Wünsche ist die Unwissenheit.

Auf naiver Unwissenheit und Selbsttäuschung basierendes Wunschdenken bewirkt Fehlurteile, riskante Entscheidungen oder auch aggressives Verhalten - nicht nur bei Jugendlichen.

Ideale Illusionen und Fiktionen beeindrucken nicht nur Jugendliche; dagegen sind realistische Ansichten zur Aufklärung oft unerfreulich oder wirken belastend als unerwünschte Seinserfahrung.

In der Jugend kennt man die Menschen noch zu wenig, um ihre leeren Versprechungen und cleveren Verkaufsstrategien zu durchschauen.

Mit dem Alter verfestigen sich eigene Ansichten zu Überzeugungen für stereotype Urteile, auch für Begründungen von Desinteresse und Resignation.

Eine gefühlvolle Frau kann "hart" zu ihrem alternden Mann sein, wenn seine Schwäche oder sein Leid sie zu sehr belasten.

Je älter man wird, um so mehr muss man beim Durchhalten aushalten.

Auf dem Weg zur Altersweisheit müssen wir lernen, vergebliche Anstrengungen und erfolglose Bemühungen möglichst gelassen hinzunehmen.

Zur Altersweisheit gehört ein dickes Fell.

Gelassenheit im Alter kann man erlernen, um belastenden Ärger oder verunsichernde Angst abzuwehren.

Ein Lebenskünstler mit gesundem Ehrgeiz und Wissensdrang kann trotz allem Übel 'klaglos' alt werden, wenn er sein dazu notwendiges Erfahrungswissen für 'rationale' Einsicht nutzt, um gelassen zu urteilen und klug zu handeln.

Der einsichtig Verstehende sollte sich durch Gelassenheit im Alter vor unnötigen Konflikten bewahren und sich gegenüber Unverständigen nicht offenbaren.

Rationale Selbstkontrolle verhilft zur Altersweisheit: Klagen vermeiden und Freude suchen.

Nur wenigen Senioren gelingt ihre geistige Entfaltung am Lebensabend durch freies Denken und Gestalten, verbunden mit Freude, Dankbarkeit, Bescheidenheit und Liebe.

Bittere Einsicht im Alter: Die Anständigen erdulden aufgezwungene Sonderrechte der 'Stärkeren' zum Vorteil für Mächtige und Besitzende.

Der Blick zurück auf Vergangenes und Vergebliches ist nicht so wichtig wie der Blick vorwärts auf Zukünftiges, weil das Kommende gemeistert werden muss.



Siehe auch: » Leben und Schicksal     » Charakter und Tugend

                  » LEBENSKUNST - Aphorismen und Zitate (» Altersrat)

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