Weisheiten zum Thema »Liebe und Ehe«

Eine diskursive Folge erlesener Aphorismen von genannten Autoren ohne Rangfolge - » VORWORT

 

Victor Hugo (1802 - 1885):

Das höchste Glück des Lebens besteht in der Überzeugung, geliebt zu werden.



Greta Garbo (1905 - 1990):

Wirklich reich ist ein Mensch nur dann, wenn er das Herz eines geliebten Menschen besitzt.



Molière [Jean Baptiste Poquelin] (1622 - 1673):

Zu leben, ohne zu lieben, ist kein richtiges Leben. Nimm dem Leben die Liebe, und du nimmst ihm sein Vergnügen.



Mark Twain (1835 - 1910):

Die offenherzigste, aufrichtigste und privateste Schöpfung menschlichen Geistes und Herzens ist der Liebesbrief.

Ein Kuss ist eine Sache, für die man beide Hände braucht.



Roda Roda (1872 - 1945):

Liebe allein macht nicht glücklich. Man muss auch können und dürfen.



Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916):

Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man konnte.

Wo wäre die Macht der Frauen, wenn die Eitelkeit der Männer nicht wäre?

Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt und nie gehasst.

Es gibt eine schöne Form der Verstellung: die Selbstüberwindung - und eine schöne Form des Egoismus: die Liebe.



Karl Kraus (1874 - 1936):

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Denn: Jeder ist sich selbst der Nächste.

Erotik ist Überwindung von Hindernissen. Das verlockendste und populärste Hindernis ist die Moral.

Moral ist die Tendenz, das Bad mit dem Kinde auszuschütten.

Es muss einmal in der Welt eine unbefleckte Empfängnis der Wollust gegeben haben.

Liebe und Kunst umarmen nicht, was schön ist, sondern was eben dadurch schön wird.

Eine Frau, die nicht hässlich sein kann, ist nicht schön.



Chinesisch:

Nicht die Schönheit der Frau blendet die Männer;
die Männer blenden sich selbst.

Von allen Eigenschaften der Frau ist Warmherzigkeit die wertvollste.



Pablo Picasso (1881 - 1973):

Das Flüstern einer schönen Frau hört man weiter als den lautesten Ruf der Pflicht.



Zsa Zsa Gábor (geb. 1919):

Sexappeal ist die Kunst, die Männer auf das neugierig zu machen,
was sie ohnehin kennen.

Männer sind wie Feuer: sobald sie unbeobachtet sind, gehen sie aus.

Ein verliebter Mann ist so lange unfertig, bis er heiratet.
Dann allerdings ist er fertig!

Wenn der Flirt ein Spiel mit dem Feuer ist, so ist die Heirat fahrlässige Brandstiftung.



Francois de La Rochefoucauld (1613 - 1680):

In keiner Leidenschaft ist man egoistischer als in der Liebe. Stets stört man lieber die Ruhe des geliebten Menschen, als die eigene zu verlieren.

Die Freude der Liebe ist das Lieben. Man ist glücklicher durch die Leidenschaft, die man selbst empfindet, als durch jene, die man erweckt.

Es gibt zwei Arten von Treue: die eine entdeckt ohne Unterlass im geliebten Wesen neue liebenswerte Züge, die andere sieht eine Pflicht darin, beständig zu sein.

Koketterie ist der Grundzug des weiblichen Charakters, aber nicht alle Frauen benützen sie, weil sie bei einigen von Angst oder Vernunft gehemmt ist.

Die Liebe kann, wie das Feuer, nicht ohne ständigen Antrieb bestehen; sie hört auf zu leben, sobald sie aufhört zu hoffen oder zu fürchten.

Trennung lässt matte Leidenschaften verkümmern und starke wachsen.

Geliebte Menschen haben fast immer mehr Macht über uns als wir selbst.



Ernst Jünger (1895 - 1998):

Wir dürfen von den Menschen nur das ihnen Angemessene fordern -
so von den Frauen Liebe und nicht Gerechtigkeit.



Curd Jürgens (1915 - 1982):

Über das Temperament einer Frau sollte man nicht nach dem äußeren Anschein urteilen. Auch eine Granate ist vor der Explosion kalt.



Jeanne Moreau (geb. 1928):

Beim Liebesspiel ist es wie beim Autofahren: Die Frauen mögen die Umleitung, die Männer die Abkürzung.

Die Männer haben oft recht, doch die Frauen behalten recht, - das ist viel wichtiger.



Martin Luther (1483 - 1546):

Es ist kein Rock noch Kleid, das einer Frau übler ansteht,
als wenn sie klug sein will.



Oscar Wilde (1854 - 1900):

Intuition ist der eigenartige Instinkt, der einer Frau sagt, dass sie recht hat, gleichgültig, ob das stimmt oder nicht.

Wer liebt, denkt nicht und wer denkt, liebt nicht.



Thomas Mann (1875 - 1955):

Der Mann, der immer nur geliebt wird, ist ein Trottel.



Francoise Sagan (geb. 1935):

Wenn ein Mann sich für unwiderstehlich hält, liegt es oft daran,
dass er nur dort verkehrt, wo kein Widerstand zu erwarten ist.



Hildegard Knef (geb. 1925):

Brüllt ein Mann, ist er dynamisch.
Brüllt eine Frau, ist sie hysterisch.



Q. H. F. Horaz (65 - 8 v. Chr.):

Das Schlimme in der Liebe ist, dass Krieg und Frieden ständig wechseln.



Friedrich Dürrenmatt (1921 - 1990, aus "Das Versprechen"):

Das Absurdeste ist möglich zwischen Mann und Frau.



Loriot [Bernhard-Victor von Bülow] (geb. 1923):

Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen.



Mark Twain (1835 - 1910):

Im Leben eines Mannes gibt es zwei Perioden, in denen er eine Frau nicht versteht; die eine vor der Ehe, die andere in der Ehe.

Wenn eine Frau oft in den Spiegel schaut, ist es
vielleicht nicht Eitelkeit, sondern Tapferkeit.



Max Frisch (1911 - 1991):

Der naturhafte und durch keine Gleichberechtigung tilgbare
Unterschied zwischen Mann und Frau besteht darin,
dass es immer der Mann ist, der in der Umarmung handelt.

Es können nie beide Teile eines Paares zugleich überlegen sein.

Ein Wunderbares ist es um die Ehe. Sie ist möglich, sobald man nichts Unmögliches von ihr fordert, sobald man über den Wahn hinauswächst, man könne sich verstehen, müsse sich verstehen; sobald man aufhört, die Ehe anzusehen als ein Mittel wider die Einsamkeit.



Albert Einstein (1879 - 1955):

Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen, z. B. der Relativitätstheorie.

Wenn sich die Frauen in ihrer Wohnung befinden, so sind sie an ihre Möbel fixiert. Sie laufen den ganzen Tag um sie herum und arbeiten etwas an ihnen. Wenn ich mich aber mit meiner Frau auf einer Reise befinde, so bin ich ihr einziges Möbel, das sie mitgenommen und zu ihrer Verfügung hat, und sie kann sich nicht enthalten, den ganzen Tag um mich zu kreisen und an mir etwas zu verbessern.



Peter Bamm (Curt Emmrich, 1897 - 1975):

Frauen sind erstaunt, was Männer alles vergessen.
Männer sind erstaunt, woran Frauen sich erinnern.

Die Frauen sind darauf angewiesen,
dass die Männer den Verstand verlieren.



[Lucius Annaeus] Seneca (um 4 v. Chr. - 65):

Das weise Weib beherrscht den Mann, indem es ihm gehorcht.



Esther Vilar (geb. 1935, aus "Der dressierte Mann"):

Der Mann wird von der Frau so dressiert, dass er ohne sie nicht leben kann und deshalb alles tut, was sie von ihm verlangt.

Für die Frau bedeutet Liebe Macht, für den Mann Unterwerfung.



Jacques Prevert (1900 - 1977):

Der Mann hat hauptsächlich deshalb einen Kopf, damit eine Frau ihn verdrehen kann.



Elizabeth Taylor (1932 - 2011):

Eine Frau tut, was ein Mann will, wenn er verlangt, was sie wünscht.



Friedrich Nietzsche (1844 - 1900):

Durch Frauen werden die Höhepunkte des Lebens bereichert und die Tiefpunkte vermehrt.



Sigmund Graff (1898 - 1979):

Ein Mann schmückt sich nicht für, sondern durch seine Frau.

Sex ist eine Liebesform einer Zeit, die für die Liebe keine Zeit mehr hat.

Eine Frau, die ihr 'Nein' begründet, hat es bereits halb zurückgenommen.



Charles Maurice de Talleyrand (1754 - 1838):

Sagt eine Dame "nein", so bedeutete das "vielleicht",
sagt sie "vielleicht", dann denkt sie dabei "ja",
und sagt sie "ja", so ist sie keine Dame.



Kurt Tucholsky (1890 - 1935):

In der Ehe pflegt gewöhnlich immer einer der Dumme zu sein.
Nur wenn zwei Dumme heiraten: das kann mitunter gut gehen.



Wieslaw Brudzinski (geb. 1920):

Oft gehen zwei Idioten eine Vernunftehe ein.



Honoré de Balzac (1799 - 1850):

Die Liebe ist der einzige Weg, auf dem selbst die Dummen zu einer gewissen Größe gelangen.



Agatha Christie (1890 - 1976):

Das Wörtchen Ehe besteht nur aus drei Buchstaben, von denen zwei sogar noch gleich sind. Und trotzdem muss manches Ehepaar Jahrzehnte daran buchstabieren.



Curt Goetz (1888 - 1960):

Die meisten Differenzen in der Ehe entstehen dadurch, dass die Frau zu viel redet und der Mann zu wenig zuhört.



Jacques Teti:

Geld ist das einzige, was eine Frau manchmal für sich behalten kann.



Sprichwörter:

Soll die Ehe lang bestahn, sei blind das Weib und taub der Mann.

Die Frau verführt zum Guten wie zum Bösen - verführt aber immer.

Ein Unglück, dass die Zeit zu kurz ist zwischen dem 'Allzujung' und 'Allzualt'.

Alter schützt vor Torheit nicht.



Karl Farkas (geb. 1897):

Das schönste am Seitensprung ist der Anlauf.



Gabriel Laub (1928 - 1998):

In der Liebe und in der Politik ist man treu,
wenn man nicht anders kann.

Der Mann erträgt die Ehe aus Liebe zur Frau.
Die Frau erträgt den Mann aus Liebe zur Ehe.



Benjamin Franklin (1706 - 1790):

Wo es eine Ehe ohne Liebe gibt, gibt es bald Liebe ohne Ehe.

Wer seine Frau und sein Geld allzu protzig zur Schau stellt,
läuft Gefahr, sie ausleihen zu müssen.



Georg Bernard Shaw (1856 - 1950):

Bildung zeigt sich bei Mann und Weib darin, wie sie sich streiten.

Von einem Mann erfährt man die Wahrheit, indem man ihm widerspricht, von einer Frau, indem man ihr zustimmt.



Ludwig Börne (1786 - 1837):

Zank ist Rauch der Liebe.



Friedrich Hölderlin (1770 - 1843):

Wie der Zwist der Liebenden sind die Dissonanzen der Welt. Versöhnung ist mitten im Streit, und alles Getrennte findet sich wieder.



Doris Day (geb. 1924):

Die Ehe ist wie ein Telefon: wenn man nicht richtig gewählt hat, ist man falsch verbunden.



Woody Allen (geb. 1935):

Die Ehe ist ein Versuch, zu zweit mit den Problemen fertig zu werden, die man alleine nie gehabt hätte.



Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832):

Liebe ist etwas Ideelles, Heiraten etwas Reelles; und nie verwechselt man ungestraft das Ideelle mit dem Reellen.

Freiwillige Abhängigkeit ist der schönste Zustand, und wie wäre der möglich ohne Liebe.

Im Ehestand muss man sich hin und wieder streiten, sonst erfährt man ja nichts voneinander!



Albert Camus (1913 - 1960):

Einen Menschen zu lieben heißt einwilligen, mit ihm alt zu werden.



Michel de Montaigne (1533 - 1592):

Eine gute Ehe strebt nach dem Bilde der Freundschaft.



Friedrich W. Nietzsche (1844 - 1900):

Eine gute Ehe beruht auf dem Talent zur Freundschaft.

Nicht mangelnde Liebe, sondern mangelnde Freundschaft führt zu unglücklichen Ehen.



Nicholas de Chamfort (1741 - 1794):

In der Liebe genügt es, einander durch seine liebenswürdigen Eigenschaften und durch seine Annehmlichkeiten zu gefallen; in der Ehe aber muss man, um glücklich zu sei, aneinander seine Fehler lieben oder wenigstens sich ihnen anpassen.



Heinrich von Kleist (1771 - 1811):

Ohne Achtung hat die Liebe keinen Wert, und ohne Vertrauen keine Freude.



Ernst Ferstl (geb. 1955):

Sich einmal für die Liebe entschieden zu haben, heißt auch, sich täglich gegen die Gleichgültigkeit zu entscheiden.

Der Gipfel unseres Lebens ist dort, wo uns die Liebe Berge gibt.

Je besser wir einen Menschen verstehen, desto besser verstehen wir auch, dass wir ihn nie ganz verstehen werden.

Jede Liebe hinterlässt Spuren: Wunden und Wunder.



Wilhelm Busch (1832 - 1908):

Vater werden ist nicht schwer,
Vater sein dagegen sehr.

Meistens hat, wenn zwei sich scheiden,
einer etwas mehr zu leiden.

Liebe - sagt man schön und richtig -
ist ein Ding, was äußerst wichtig.
Und die Liebe per Distanz,
kurz gesagt, missfällt mir ganz.






Eberhard Liß (geb. 1941):

Partner mit gemeinsamen Interessen und Respekt voreinander sind fähig zu rücksichtsvollem Miteinander, - sogar in der Ehe.

Rücksichtsvolles Miteinander ist eine Vorstufe für liebevolles Füreinander solidarischer Partner aufgrund ihrer erlernten Befähigung zu Mitgefühl, Mitdenken und Kooperation.

Bemühungen zum Miteinander gelingen durch Aufeinanderzugehen und gegenseitiges Kennenlernen zwecks Verbesserung des Verständnisses.

Mitgefühl verlangt vergleichsweise Selbsteinschätzung durch emotionales Hineinversetzen in die subjektive Lage des anderen.

Lebenspartner, die ihre Gemeinsamkeiten pflegen und unterschiedliche Meinungen tolerieren, fördern ihr Verständnis füreinander.

Subjektive Vorwürfe und Meinungsverschiedenheiten schaffen ärgerliche Distanzen, die am besten durch beiderseitiges Aufeinanderzugehen überwunden werden können.

Ein freundliches Wort im rechten Moment wirkt Wunder - und verbindet.

Meinungsstreit und Nichtverstehen schmerzen umso mehr, je enger die Beziehungen zum Partner sind.

Wer seinem Partner eine Freude machen kann, sollte sich darüber mitfreuen ohne die Erwartung einer Freude von ihm als Gegenleistung.

Mann und Frau lernen sich selten so weit kennen, dass sie Gedanken des Anderen erraten können.

Die meisten Frauen suchen solche Männer, die sich heiraten lassen.

Obwohl Frauen sich starke Männer wünschen, lieben sie Männer, die für sie schwach werden.

Kluge Frauen unterstützen das Gefühl der Selbstbestimmung bei ihren Männern, - um ihre Ziele zu erreichen.

Den weiblichen Verlockungen verfällt der "betörte" Mann; - intime Raffinesse kann ihn zum "dressierten" Mann machen.

Während eine Frau ihre Erlebnisse und Probleme ausführlich mitteilt, versucht der angesprochene Mann geeignete Problemlösungen zu finden. -
Wenn sie kein Ohr für seinen praktischen Rat hat, wird sie diesen ignorieren oder sogar als bevormundende Belehrung missverstehen.

Anvertraute Geheimnisse können die meisten Frauen nicht für sich behalten.

Eine mitteilsame Frau nimmt an, dass ihre Äußerungen später im männlichen Gedächtnis erinnerbar sind. Deshalb ist sie dann frustriert, wenn der Mann eine ihrer Aussagen überhört oder sogar vergessen hat.

Absurd ist, wenn eine redselige Frau an ihrem Mann kritisiert, dass er (ihr gegenüber) nichts zu sagen hat.

Männer können sich selbst ablenken, Frauen lenken gern andere ab.

Frauen haben modische Interessen und emotional bestimmte Meinungen, die selten mit denen der Männer zusammenpassen.

Ein Ehemann, der Launen, Eigensinn und Übertreibungen seiner Frau kritiklos hinnimmt, ist kein Mann.

Eheleute müssen lernen ihre Ansichten rücksichtsvoll zu tolerieren.

Liebevolles Miteinander und hilfreicher Beistand gelingen mit Tatkraft und Nachsicht, wobei als belastend empfundene Eigenheiten des Partners großmütig ertragen werden sollten.

Verständnisvolle Partner respektieren und helfen einander mit Geduld und Lebensmut.

In einer gut gehenden Ehe mündet der "Liebeskampf" immer wieder in Versöhnung und endet zumindest in treuer Freundschaft.



Siehe auch:  » Liebe und Freundschaft   » Leben und Schicksal

               » LEBENSKUNST - Aphorismen und Zitate

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