Weisheiten zum Thema »Wissen und Wissenschaft«

 

Sokrates (469 - 399 v. Chr.):

Es gibt nur ein einziges Gut für den Menschen: die Wissenschaft. Und nur ein einziges Übel: die Unwissenheit.



Karl Spazier (1761 - 1805):

Wir wissen unter allen Dingen in der Welt von uns am wenigsten.



Albert Einstein (1879 - 1955):

Wenn wir wüssten, was wir tun, würde man es nicht Forschung nennen.



Douglas R. Hofstadter (geb. 1945):

Aus dem Gleichgewicht zwischen Kenntnis und Unkenntnis seiner selbst erwächst das Gefühl des freien Willens.



Leif Erikson (Wikinger-Weisheit in Bremen, Böttgerstraße):

Ihr kennt nur Kenntnis. Ihr kennt nicht des Willens heißen Trieb, der Kenntnis erst gebiert.



Henry Thomas Buckle (1827 - 1862):

Der größte Feind des Wissens ist nicht der Irrtum, sondern die Trägheit.



Demokrit (um 460 - 360 v. Chr.):

Strebe nicht, alles zu wissen, damit du nicht in allem unwissend wirst.



Blaise Pascal (1623 - 1662):

Alles, was unbegreiflich ist, lässt nicht ab zu sein.

Es ist weitaus besser, etwas über alles zu wissen, als alles über eine Sache zu wissen. Universalität ist am besten.



Albert Lorenz (1885 - 1970)

Ein Spezialist ist einer, der immer mehr über immer weniger weiß, bis er alles über nichts weiß.



Bertrand Russell (1872 - 1970):

Wissenschaft ist, was wir wissen, und Philosophie ist, was wir nicht wissen.



Thomas Hobbes (1588 - 1679):

Wie reiche Erfahrung Klugheit ist, so ist Reichtum an Wissenschaft Weisheit.



Aristoteles (384 - 322 v. Chr.):

Erfahrung ist der Anfang aller Kunst und jedes Wissens.



Alexander von Humboldt (1769 - 1859):

Überall geht ein frühes Ahnen dem späten Wissen voraus.

Wissenschaft fängt erst an, wo der Geist sich des Stoffes bemächtigt, wo versucht wird, die Masse der Erfahrung einer Vernunfterkenntnis zu unterwerfen.



Niels Bohr (1885 - 1962):

Aufgabe der Naturwissenschaft ist es nicht nur, die Erfahrung stets zu erweitern, sondern in diese Erfahrung eine Ordnung zu bringen.



Albert Einstein (1879 - 1955):

Die Naturwissenschaft forscht nach Beziehungen, die unabhängig vom Forscher bestehen. Das gilt auch, wenn der Mensch selbst das Objekt ist. Objekt wissenschaftlicher Sätze können aber auch Begriffe sein, die wir selbst geschaffen haben, wie in der Mathematik. [Aus meinen spätereren Jahren, Stuttgart 1952, S. 105 (1940)]

Die Naturwissenschaft ist nicht bloß eine Sammlung von Gesetzen, ein Katalog zusammenhangsloser Fakten. Sie ist eine Schöpfung des Menschengeistes mit all den frei erfundenen Ideen und Begriffen, wie sie derartigen Gedankengebäuden eigen sind. [A. Einstein und L. Infeld, Die Evolution der Physik, Hamburg 1956]

Die Verknüpfung der elementaren Begriffe des Alltagsdenkens mit Komplexen von Sinnen-Erlebnissen ist nur intuitiv erfassbar und wissenschaftlicher (logischer) Fixierung unzugänglich. [AEA, 122-858, S. 3, Physik und Realität, 1935]

Andererseits aber haben jene Begriffe und Relationen, insbesondere die Setzungen realer Objekte, überhaupt einer 'realen Welt', nur insoweit Berechtigung, als sie mit Sinneserlebnissen verknüpft sind, zwischen welchen sie gedankliche Verknüpfungen schaffen. [AEA, 122-858, S. 2, Physik und Realität, 1935]

Durch bloßes logisches Denken vermögen wir keinerlei Wissen über die Erfahrungswelt zu erlangen; alles Wissen über die Wirklichkeit geht von der Erfahrung aus und mündet in ihr. [Zur Methodik der theoretischen Physik, 1930]

Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern, nicht mehr staunen kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen. [Wie ich die Welt sehe, um 1930]

Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen.

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.


Siehe auch  » Albert Einsteins Weisheiten und Ansichten - Eine Zitate-Anthologie



Anais Nin (1903 - 1977):

Der Besitz von Wissen tötet nicht das Gespür für Wunder und Geheimnis. Er schafft noch mehr Geheimnisse.



Georg Forster (1754 - 1794):

Unsere Sprachen sind verschieden; - müssen es darum auch unsere Begriffe sein?



Werner Mitsch (1722 - 1873):

Wer die Ursache nicht kennt, nennt die Wirkung Zufall.



Benjamin Franklin (1706 - 1790):

Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.



Friedrich der Große (1712 - 1786):

Kenntnisse kann jedermann haben, aber die Kunst zu denken ist das seltenste Geschenk der Natur.



Curt Goetz (1888 - 1960):

Denken ist allen erlaubt, doch vielen bleibt es erspart.



Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835):

Denken und Wissen sollten immer gleichen Schritt halten. Das Wissen bleibt sonst tot und unfruchtbar.



Heinrich Heine (1797 - 1856):

Weise erdenken die neuen Gedanken, und Narren verbreiten sie.



Julius Robert Oppenheimer (1904 - 1967):

Von dem ganzen gesicherten Wissen ist jeweils nur ein kleiner
Teil im Besitz eines einzelnen Menschen.



Matthias Claudius (1740 - 1815):

Sag nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.



Heraklit (540 - 480 v. Chr):

Viel Wissen bedeutet noch nicht Verstand.



Gabriel Laub (geb. 1928):

Wer etwas verstehen will, muss verstehen wollen.



Pablo Picasso (1881 - 1973):

...warum sollte ich jemand anderem als mir selbst die Schuld geben, wenn ich etwas nicht verstehen kann, wovon ich nichts weiß?



Heinz Ehrhardt (1909 - 1979):

Das Lernen macht stets dann Verdruss,
wenn mans nicht will, es aber muss.



Alexander Geibel (1952):

Je leerer ein Kopf ist, um so weniger geht hinein.



Theodor Gottlieb von Hippel (1741 - 1796):

Unser Wissen ist Vermutung und unser Tun ist Streben.



Emanuel Geibel (1815 - 1884):

Wissen ist gut, doch Können ist besser.



Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832):

Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden.
Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun.

Es ist nichts schrecklicher als eine tätige Unwissenheit.

Wissen: das Bedeutende der Erfahrung, das immer ins Allgemeine hinweist.

Das Wissen beruht auf der Kenntnis des zu Unterscheidenden, die Wissenschaft auf der Anerkennung des nicht zu Unterscheidenden.

Die Erfahrung nutzt erst der Wissenschaft, sodann schadet sie, weil die Erfahrung Gesetz und Ausnahme gewahr werden lässt. Der Durchschnitt von beiden gibt keineswegs das Wahre.

Eigentlich weiß man nur, wenn man wenig weiß; mit dem Wissen wächst der Zweifel.

Die Wissenschaft hilft uns vor allem, dass sie das Staunen, wozu wir von Natur berufen sind, einigermaßen erleichtere; sodann aber, dass sie dem immer gesteigerten Leben neue Fertigkeiten erwecke, zu Abwendung des Schädlichen und Einleitung des Nutzbaren.

Das schönste Glück des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche ruhig zu verehren.

Die Wissenschaften so gut als die Künste bestehen in einem überlieferbaren (realen), erlernbaren Teil und in einem unüberlieferbaren (idealen), unlernbaren Teil.

Weder Mythologie noch Legende sind in der Wissenschaft zu dulden.

Kein Phänomen erklärt sich an und aus sich selbst; nur viele zusammen überschaut, methodisch geordnet, geben zuletzt etwas, das für Theorie gelten könnte.

Grau, teurer Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum. [Faust I]

Hypothesen sind Wiegenlieder, womit der Lehrer seine Schüler einlullt; der denkende treue Beobachter lernt immer mehr seine Beschränkung kennen, er sieht, je weiter sich das Wissen ausbreitet, desto mehr Probleme kommen zum Vorschein. [aus: Maximen und Reflexionen, Aus dem Nachlass]


Karl R. Popper (1902 - 1994):

Unsere Theorien sind unsere Erfindungen. Sie mögen oft nichts Besseres sein als schlecht durchdachte Mutmaßungen. Sie sind nie mehr als kühne Vermutungen, Hypothesen. Aus diesen erschaffen wir eine Welt: nicht die wirkliche Welt, sondern Modelle; von uns gemachte Netze, mit denen wir die wirkliche Welt einzufangen versuchen.

Wir können zwar eine Theorie - oder genauer, unseren Glauben an ihre Wahrheit - nicht rational rechtfertigen; aber wir können es gelegentlich rechtfertigen, dass wir die eine Theorie einer anderen vorziehen; zum Beispiel, wenn ihr Grad der Bewährung größer ist.
... Entscheidend für den Grad der Bewährung ist, dass er, weil er mit der Strenge der Prüfung wächst, nur bei Theorien mit einem hohen Grad der Prüfbarkeit oder des Gehalts hoch sein kann.

[aus: Ausgangspunkte, Meine intellektuelle Entwicklung, hrsg. 1974; Serie Piper, 2004, S. 80 bzw. 145]



Franz Grillparzer (1791 - 1872):

Wissenschaft und Kunst, oder wenn man will: Poesie und Prosa, unterscheiden sich voneinander wie eine Reise und eine Spazierfahrt. Der Zweck der Reise liegt im Ziel, der Zweck der Spazierfahrt im Weg.



Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781):

Der Endzweck der Wissenschaft ist Wahrheit, der Endzweck der Künste hingegen Vergnügen.



Robert Musil (1880 - 1942):

Die Wissenschaft strebt nach dem Allgemeinen, die Kunst nach dem Exemplarischen.



Hermann von Helmholtz (1821 - 1894):

Vollständige Kenntnisse und vollständiges Verständnis der Natur- und Geisteskräfte ist allein, was die Wissenschaft erstreben kann.


Konrad Lorenz (1903 - 1989):

Wir mögen uns noch so eifrig vor Augen halten, dass all unser Wissen, alles, was unsere Wahrnehmung uns von der außersubjektiven Wirklichkeit mitteilt, nur ein grob vereinfachendes, annäherungsweises Bild des an sich Bestehenden darstellt, wir können doch nicht verhindern, dass wir gewisse Dinge einfach für wahr halten und von der absoluten Richtigkeit dieses Wissens überzeugt sind.


Die induktive Naturwissenschaft beginnt stets mit der voraussetzungsslosen Beobachtung der Einzelfälle und schreitet von ihr zur Abstraktion der Gesetzlichkeit vor, der sie alle gehorchen.

Nicht die Meinungsäußerung von Individuen, sondern die Ergebnisse weiterer Forschung entscheiden, ob eine Aussage wahr oder falsch ist.

[aus: Das sogenannte Böse, Dr. G. Borotha-Schoeler Verlag, Wien, 1965, S. XII bzw. 381]



Max Planck (1858 - 1947):

Es gibt kaum einen Satz, der durch seine Missverständlichkeit größeres Unheil angerichtet hätte, als der von der Voraussetzungslosigkeit der Wissenschaft.

Wenn es die Aufgabe der Wissenschaft ist, bei allem Geschehen in der Natur oder im menschlichen Leben nach gesetzlichen Zusammenhängen zu suchen, so ist, wie wohl jeder zugeben muss, eine unerlässliche Voraussetzung dabei, dass ein solcher gesetzlicher Zusammenhangn wirklich besteht, und dass er sich in deutliche Worte fassen lässt.



René Descartes (1596 - 1650):

Alles Wissen besteht in einer sicheren und klaren Erkenntnis.



Spruchweisheit:

Wissen ohne Gewissen ist Tand.



Carl Friedrich von Weizsäcker (1912 - 2007):

Wissen bedeutet Macht, und Macht bedeutet Verantwortung. Verantwortung bedeutet, dass wir den Gebrauch unserer eigenen Macht durch unsere Erkenntnis der Folgen des Gebrauchs dieser Macht begrenzen. [aus: Der bedrohte Friede, Carl Hanser Verlag 1981, S. 91]



Bertolt Brecht (1898 - 1956):

Ich halte dafür, dass das einzige Ziel der Wissenschaft darin besteht, die Mühseligkeit der menschlichen Existenz zu erleichtern.



John Desmond Bernal (1901 - 1971):

In der Wissenschaft ist es mehr als in irgendeinem anderen menschlichen Tätigkeitsbereich notwendig, die Vergangenheit zu erforschen, um die Zukunft beherrschen zu können.



Edward O. Wilson (Soziobiologe, geb. 1929):

Wissenschaft ist nicht der Feind. Sie ist das akkumulierte und organisierte objektive Wissen der Menschheit, das erste ins Leben gerufene Medium, das in der Lage ist, Menschen in aller Welt zu gleicher Urteilskraft zu befähigen. Sie favorisiert keinen Stamm und keine Religion. Sie ist die Basis für eine wahrhaft demokratische globale Kultur.



Wernher von Braun (1912 - 1977):

Die Wissenschaft hat keine moralische Dimension. Sie ist wie ein Messer. Wenn man es einem Chirurgen und einem Mörder gibt, gebraucht es jeder auf seine Weise.



Albert Einstein (1879 - 1955):

Wissenschaft ist ein mächtiges Werkzeug. Wie es gebraucht wird, ob zum Heile oder zum Fluche des Menschen, hängt vom Menschen ab, nicht vom Werkzeug. Mit einem Messer kann man töten oder dem Leben dienen.

Die Wissenschaft kann nur feststellen was ist, aber nicht, was sein sollte, und Werturteile jeder Art bleiben notwendigerweise außerhalb ihres Bereichs.

Ziel der Wissenschaft ist einerseits die möglichst vollständige begriffliche Erfassung und Verknüpfung der Sinneserlebnisse in ihrer ganzen Mannigfaltigkeit, zweitens aber die Erreichung dieses Ziels unter Verwendung eines Minimums von primären Begriffen und Relationen.

Eine Theorie ist um so eindrucksvoller, je größer die Einfachheit ihrer Prämissen ist, je verschiedenartigere Dinge sie miteinander in Beziehung bringt und je umfangreicher ihr Anwendungsbereich ist.

Jede Theorie unterliegt einem allmählichen Entwicklungsprozess, und jede hat ein Stadium der Triumphe, um danach womöglich sehr rasch in der Versenkung zu verschwinden.

Die Kontrolle durch das Experiment ist natürlich die triviale Voraussetzung für die Richtigkeit einer Theorie. Aber man kann ja nie alles nachprüfen.

Die Wissenschaft sucht, allgemeine Regeln aufzustellen, die den gegenseitigen Zusammenhang der Dinge und Ereignisse in Raum und Zeit bestimmen. Für diese Regeln beziehungsweise Naturgesetze wird allgemeine und ausnahmslose Gültigkeit gefordert - nicht bewiesen. Es ist zunächst nur ein Programm, und der Glaube in seine prinzipielle Durchführbarkeit ist nur durch Teilerfolge begründet. [1941]

Wissenschaftliche Forschung kann durch Förderung des kausalen Denkens und Überschauens den Aberglauben vermindern.

Die Naturwissenschaft ohne Religion ist lahm, die Religion ohne Naturwissenschaft ist blind.

"Jene mit tiefem Gefühl verbundene Überzeugung von einer überlegenen Vernunft, die sich in der erfahrbaren Welt offenbart, bildet meinen Gottesbegriff; man kann ihn also in der üblichen Ausdrucksweise als 'pantheistisch' (Spinoza) bezeichnen. Konfessionelle Traditionen kann ich nur historisch und psychologisch betrachten; ich habe zu ihnen keine andere Beziehung." [Über wissenschaftliche Wahrheit, 1922]

"Ich kann mir keinen persönlichen Gott denken, der die Handlungen der einzelnen Geschöpfe direkt beeinflusste oder über seine Kreaturen zu Gericht säße. [...]
Meine Religiosität besteht in einer demütigen Bewunderung des unendlich überlegenen Geistes, der sich in dem wenigen offenbart, was wir mit unserer schwachen und hinfälligen Vernunft von der Wirklichkeit zu erkennen vermögen. Moral ist eine höchst wichtige Sache, aber für uns, nicht für Gott." [Brief an M. M. Schayer, 1927]

Das ethische Verhalten des Menschen ist wirksam auf Mitgefühl, Erziehung und soziale Bindung zu gründen und bedarf keiner religiösen Grundlage. Es stünde traurig um die Menschen, wenn sie durch Furcht vor Strafe und Hoffnung auf Belohnung nach dem Tode gebändigt werden müssten. [Religion und Wissenschaft, Nov. 1930]

"Je weiter die geistige Entwicklung des Menschen vorschreitet, in desto höherem Grade scheint mir zuzutreffen, dass der Weg zu wahrer Religiosität nicht über Daseinsfurcht, Todesfurcht und blinden Glauben sondern über das Streben nach vernünftiger Erkenntnis führt." [AEA 28-521, S. 2=6, 1941]

"Wir glauben, dass die Wissenschaft der Menschheit am besten dient, wenn sie sich von aller Beeinflussung durch irgendwelche Dogmen freihält und sich das Recht vorbehält, alle Thesen einschließlich ihrer eigenen anzuzweifeln." [aus Deklaration der 3. Pugwash-Konferenz, Kitzbühel 1958]

[aus: Albert Einsteins Weisheiten und Ansichten - Eine Zitate-Anthologie]



Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916):

Alles Wissen geht aus einem Zweifel hervor und endigt in einem Glauben.

Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigne Kraft.

Man muss schon etwas wissen, um verbergen zu können, dass man nichts weiß.

Wer nichts weiß, muss alles glauben.



Christoph Martin Wieland (1733 - 1813):

Für den Unwissenden ist alles möglich.



Jean-Jaques Rousseau (1712 - 1778):

Das einzige Mittel, den Irrtum zu vermeiden, ist die Unwissenheit.



Chares Darwin (1809 - 1882):

Unwissenheit erzeugt manchmal mehr Sicherheit als Wissen: es sind diejenigen, die wenig wissen, nicht etwa die, die vieles wissen, die derart bestimmt behaupten, dass dieses oder jenes Problem durch die Naturwissenschaft niemals gelöst werden kann.



Friedrich Dürrenmatt (1921 - 1990):

Nur wer glaubt, glaubt, dass er weiß. Wahrheit ist ein Wort des Glaubens.

Der Wissende weiß, dass er glauben muss.

Das menschliche Wissen ist dem menschlichen Tun davongelaufen, das ist unsere Tragik. Trotz aller unserer Kenntnisse verhalten wir uns immer noch wie die Höhlenmenschen von einst.

Die Aufgabe, der sich die Menschheit gegenübersieht, ihr Weiterbestehen zu ermöglichen, ist so schwer, dass kein Gott ihr helfen kann. Nur sie sich selbst.

Nur wer weiß, weiß, dass er wenig weiß und dass das, was er weiß, vorläufig ist.



Gerhard Roth (geb. 1942, Hirnforscher):

All unser Wissen ist in der Tat hypothetisch, es weist nur unterschiedliche Grade an Plausibilität, interner Konsistenz und Kohärenz auf. So kann ich jemandem, der die modernen Naturwissenschaften und ihren Naturgesetzbegriff als fundamentalen Irrtum ablehnt und dafür den Glauben an einen Gott hochhält, der unmittelbar in das tägliche Leben eingreift, Inkonsequenz in seinem Denken und Handeln nachweisen. Im täglichen Leben verlässt er sich nicht ständig auf göttliche Fügungen, sondern darauf, dass bestimmte Dinge in vorhersehbarer Weise funktionieren.

Was nützt mir die Idee Gottes, wenn ich gleichzeitig der Meinung bin, dass er grundsätzlich unerkennbar ist? Ich kann dann weder der absoluten Wahrheit noch Gott irgendwelche Eigenschaften zuschreiben außer der, dass beide unerkennbar sind. Ich tue hierbei nichts anderes als eine Größe als nicht-definierbar zu definieren.

Letztlich ist jedes Nachdenken über die objektive Realität, sei es wissenschaftlich oder nicht, an die Bedingungen menschlichen Denkens, Sprechens und Handelns gebunden und muss sich darin bewähren. Deshalb sind die Konstrukte unseres Gehirns nicht willkürlich.

[aus: Das Gehirn und seine Wirklichkeit, Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M., 1996, S. 356, 357 bzw. 362]



John Locke (1632 - 1704):

Der Glaube kann uns niemals von etwas überzeugen, was unserer Erkenntnis zuwiderläuft.



Ludwig Feuerbach (1804-1872):

Die Erkenntnis ist mehr als der Glaube.

Ist es auch wenig, was wir wissen, dieses bestimmte Wenige ist doch mehr,
als das nebelhafte Mehr, was der Glaube vor dem Wissen voraus hat.



Arthur Schopenhauer (1788 - 1860):

Glauben und Wissen verhalten sich wie zwei Schalen einer Waage: in dem Maße, als die eine steigt, sinkt die andere.



Ernst Haeckel (1834-1919):

Die Früchte vom Baum der Erkenntnis sind es wert,
dass man um ihretwillen das Paradies verliert.

Wo der Glaube anfängt, hört die Wissenschaft auf.



Friedrich Nietzsche (1844 - 1900):

Glaube heißt nicht wissen wollen, was wahr ist.



Thomas Mann (1875 - 1955):

Religion ist Ehrfurcht - die Ehrfurcht zuerst vor dem Geheimnis, das der Mensch ist.



Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832):

Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, hat auch Religion; wer jene beiden nicht besitzt, der habe Religion.

Glaube ist Liebe zum Unsichtbaren, Vertrauen aufs Unmögliche, Unwahrscheinliche.

Der Glaube ist nicht der Anfang, sondern das Ende alles Wissens.

Sobald wir dem Menschen die Freiheit zugestehen, ist es um die Allwissenheit Gottes getan, denn sobald die Gottheit weiß, was ich tun werde, bin ich gezwungen zu handeln, wie sie es weiß. [Bemerkung zu Eckermann am 15. Oktober 1825]



George Bernard Shaw (1856 - 1950):

Jeder vernünftige Verstand beginnt mit einem lebensbejahenden Atheismus. Er befreit die Seele von Aberglauben, Schrecken, Duckmäusertum, gemeiner Willfährigkeit und Heuchelei und schafft Raum für das Licht des Himmels.



Dietrich Bonhoeffer (1906 - 1945):

Gott ist nur eine Arbeitshypothese. Es zeigt sich, dass alles auch ohne Gott geht und zwar ebenso gut wie vorher.



Stephen W. Hawkin (geb. 1942):

Gott ist nur der Name, den Menschen dem geben, was sie nicht verstehen.



Bertrant Russel (1872 - 1970):

Die Beweislast liegt nicht bei den Ungläubigen, sondern bei den Gläubigen.



Hjalmar Söderberg (1869 - 1941):

Religion ist für die meisten etwas, woran man glaubt, weil man glaubt, dass der andere daran glaubt.



Buddha (Siddhartha Gautama, gestorben ca. 400 v. Chr.):

Glaubt nicht bedingungslos den alten Manuskripten, glaubt überhaupt nicht an etwas, nur weil die Leute daran glauben - oder weil man es Euch seit Eurer Kindheit hat glauben lassen.
Wendet an alles Euren Verstand, und wenn Ihr es analysiert und für Euch und jeden anderen für gut befunden habt, dann könnt Ihr daran glauben, danach leben und Eurem Nächsten helfen, auch danach zu leben.



Martin Luther (1483 - 1546):

Die Vernunft ist das größte Hindernis in Bezug auf den Glauben, weil alles Göttliche ihr ungereimt zu sein scheint, dass ich nicht sage, dummes Zeug. [aus Tischreden]



Publius Papinius Statius, röm. Dichter (um 40 - 96):

Die Furcht hat zuerst in der Welt die Götter geschaffen.



Stanislaw Jerzy Lec (1913 - 1980):

Alle Götter waren unsterblich.

Die Ignoranz bleibt nicht hinter der Wissenschaft zurück. Sie wächst genauso atemberaubend wie diese.



Michel de Montaigne (1533 - 1592):

Was gibt es Unglücklicheres als einen Menschen, der von seinen Hirngespinsten beherrscht wird?



Karl Jaspers, Philosoph (1883-1969):

Die Unwissenschaftlichkeit ist der Boden der Inhumanität. [nach 1945]



Albert Schweitzer (1857 - 1965):

Das Verhängnis unserer Kultur ist, dass sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig.

Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt.

Die Wissenschaft - richtig verstanden - heilt Menschen von ihrem unangebrachten Stolz, denn sie zeigt ihnen ihre Grenzen.

Was Leben ist, vermag keine Wissenschaft zu sagen.



Edward O. Wilson (Soziobiologe, geb. 1929):

Das wirkliche spirituelle Dilemma der Menschheit ist, dass unsere genetische Entwicklung dafür gesorgt hat, dass wir an eine bestimmte Wahrheit glauben, aber eine andere entdeckt haben.



Mark Twain (1835 - 1910):

Nicht das, was wir nicht wissen, bringt uns zu Fall, sondern das, was wir fälschlicherweise zu wissen glauben.

Wenn Menschen einmal einen Aberglauben angenommen haben, trennt sie nur der Tod davon.

Wer vor dem achtundvierzigsten Lebensjahr Pessimist ist, der weiß zuviel. Und wer nach dem Achtundvierzigsten Optimist ist, der weiß gar nichts.

Das schönste aller Geheimnisse: ein Genie zu sein und es als einziger zu wissen.





Eberhard Liß (geb. 1941):

Ein ideales Lebensziel ist das "Verstehen lernen" durch Erkenntnisse zur Wissensverbesserung zwecks Wahrheitsfindung, d. h. das Gewinnen von Einsicht in natürliche Zusammenhänge mit Respekt vor dem Leben.

"Von etwas Kenntnis haben" (es kennen) bedeutet darüber informiert sein und heißt: davon 'wissen' oder es 'erfahren' haben.

Nutzbare Kenntnisse des Erfahrungswissens entsprechen Beziehungen abstrakter Begriffsstrukturen für erinnerbare Vorstellungen oder empirische Voraussagen, mit denen handlungsorientierte Interpretationen ermöglicht werden.

Je mehr wir über unsere Welt wissen, desto mehr staunen wir über ihre begreifbare Komplexität.

Die erforschbaren 'Naturgesetze' basieren auf evolutionär bewährten Relationen der komplexen Welt(en) mit veränderlichen Strukturen, die modellgemäß darstellbar sind entsprechend ausgebildeten (kognitiv-logischen) Begriffstrukturen als Vorstellungen in Gehirnen.

Erkenntnisse des bewährten Erfahrungswissens (ohne Gewissheit) sind objektivierbar als relationale Aussagen von kognitiv erfassten Zusammenhängen für realistische Erklärungsmodelle, - entgegen fiktiven Glaubenssätzen von tradierten Religionen oder irrealen Ideologien.

Die kognitive Erfassung 'allgemeiner' Beziehungen zwischen speziellen Fakten (als 'wesentliche' Relationen von Sachverhalten) gelingt aber nur schrittweise mit notwendigen Korrekturen und ohne die absolute Wahrheit über die Welt zu erfahren.

Beim induktiven Lernen aus beobachtbaren Einzelfällen für angenommene Gesetzmäßigkeiten werden Kenntnisse von erfassten Beziehungen situationsbedingt erworben, die für assoziierte Voraussagen nutzbar sind und empirische Regeln bestimmen.

Die Kenntnis bisheriger Regelmäßigkeiten komplexer Systeme genügt nicht zur Voraussage neuer Eigenschaften ihrer variablen Strukturen.

Um Kenntnisse und Annahmen des Erfahrungswissens weiterhin effektiv nutzen zu können, müssen diese auf ihre praktische Bewährung logisch-empirisch überprüft werden, insbesondere zwecks notwendigem Umlernen falls eine gedankliche Vorstellung (Erinnerung, Anschauung, Theorie) sich nicht bewährt und als falsifiziert gilt.

Überprüfbare Theorien und anfechtbare Überzeugungen verhelfen zu der vorläufigen Gewissheit von erlernten Regeln, die notwendig sind für intelligentes Verhalten zwecks Selbsterhaltung in einer sich ungewiss verändernden Welt.

Unser begrenztes Wissen ist unvollständig und nur relativ wahr ohne Gewissheit.

Geglaubt werden kann eine postulierte Gewissheit für 'bisher bewährte' Kenntnisse von erfassten Beziehungen der Wirklichkeit, - aber nur so lange diese empirisch konsolidiert werden und dadurch trotz Kritik bestehen bleiben.

Ein Glaube an die postulierte Gewissheit von geprüftem Wissen ist nur dann praktikabel, wenn alle verfügbaren Quellen zur Wahrheitsfindung kritisch ausgeschöpft worden sind.

Wer denkt, dass sein Wissen wahr ist, glaubt mehr als er weiß.

Die systematische Erforschung wirklicher Sachverhalte zwecks Erkenntnisgewinns über natürliche Grundprinzipien erzielt eine wissenschaftliche Wahrheitsfindung zur Verbesserung des ausgebildeten Erfahrungswissens.

Durch neue Entdeckungen für Erkenntnisse können Denkmodelle korrigiert, geändert oder verbessert werden hinsichtlich ihrer relativen Wahrheit.

Wahrheitssucher forschen nach prinzipiellen Erkenntnissen zur Beantwortung von bisher offenen oder neu gestellten Fragen.

Systematische Wissenschaft erzielt die Wahrheitsfindung durch gewonnene Erkenntnisse für verbesserte Einsicht in prinzipielle Zusammenhänge, insbesondere zwecks realistischer Aufklärung gegenüber naivem Unwissen, falschen Behauptungen oder fiktiven Glaubenssätzen.

Zur wissenschaftlichen Wahrheitsfindung erforderlich sind kritische Analysen und Überprüfungen von begrifflich-abstrakten Modellvorstellungen für Theorien aufgrund des deklarativen (Erfahrungs-)Wissens von "kennen gelernten" Zusammenhängen untersuchter Sachverhalte.

Wissenschaftliche Wahrheitsfindung ist schrittweise möglich durch rationale Kritik beim Erkenntnisstreben im Kampf gegen irrationale Überzeugung und Selbsttäuschung.

Unser vorstellungsgemäß aktuelles Weltbild und auch Menschenbild entsprechen dem jeweiligen Wissensstand aufgrund unserer kognitiv-logischen Modellbildung.

Wer wissen will, was wirklich wahr ist, kommt in Konflikt mit pragmatischen Denkgewohnheiten und ideologischen Theorien.

Wahrheitssuche durch wissbegieriges Fragen erheitert oft die Schmalspurdenker und empört sogar - die Dogmatiker.

Wenn viel wissende Menschen alles wüssten, was sie nicht wissen, erst dann wären sie allwissend.

Wir verallgemeinern und vermuten zu viel, weil wir zu wenig wissen.

Wer wenig weiß, kann nur dann unbeschwert leben, wenn er fremdbestimmt versorgt wird.
Wer viel weiß, kann nur dann selbstbestimmt leben, wenn er sich selbständig versorgt.

Für zielstrebiges Denken und Handeln erforderlich ist kontextgerechtes Orientierungswissen über Sachverhalte zusätzlich zu verfügbarem Faktenwissen über Tatsachen.

Die Menschen würden sich besser verstehen und vertragen, wenn sie ihre subjektiven Ansichten und unterschiedlichen Gesichtskreise besser in Übereinstimmung bringen könnten. Sie müssten hierzu mehr Gemeinsamkeiten ihres Denkens und Wissens suchen - und finden.

Etwas besser zu wissen als die anderen, - was diese nicht verstehen, - ist selten von Vorteil und wirkt häufig störend.

Ein 'Ahnungsloser' weiß zu wenig, um richtig zu verstehen und einsichtig handeln zu können.

Wer denkt, dass er genügend weiß, um prognostisch zu verstehen, was in der Welt passiert, dem fehlt die Einsicht, dass für theoretische Voraussagen das Unvorhersehbare nicht berücksichtigt werden kann.

Sogar Unglaubliches kann wahr werden.

Ein unerwartetes Ereignis kann negativ oder positiv überraschen, - unsere Bewertung des Unvorhersehbaren als un-/glücklicher Zufall beruht darauf, dass seine kausale Bedingtheit für uns unersichtlich ist.

Beeindruckende Zufälle festigen ideologischen Wunderglauben.

Wer wenig weiß, der muss vieles glauben.

An Unwahres können wir glauben, aber Wahres können wir wissen.

Wer sich vor mühsamer Wahrheitssuche scheut, dem fällt Glauben leichter als Denken.

Glauben ist kein Wissen und betrifft mental Angenommenes als unbewiesene Behauptung (Postulat, Axiom), die unwiderlegt auch Hoffnung vermitteln kann.

Wir glauben zu wissen, wenn wir vermutete Vorstellungen für wahr halten.

Die Möglichkeit von "vermuteten" Dingen kann nicht widerlegt werden, weil die Nichtexistenz von irgendetwas niemals absolut beweisbar ist.

Wir erkennen und deuten sogar Unerklärliches, - mit modellhaften Vorstellungen.

Schon früh erfanden fantasievolle Menschen für das Unerklärliche fiktive Begründungen, - auch mindestens einen Verursacher, den sie als Gott verehrten oder aus Angst fürchteten.

Wer in Not ist oder Angst hat, der sucht einen göttlichen "Erlöser von dem Übel" und erbittet eigennützig seine Hilfe, wenn er an seine Allmacht glaubt oder zumindest diese erhofft.

Angst-Religionen indoktrinieren die 'kirchentreuen' Gläubigen mit der Hoffnung auf Vergebung ihrer Sünden und auf "ewiges Leben ihrer Seele" nach dem Tod (vgl. ewige Verdammnis mit Höllenqualen für Nichtchristen) infolge eines postulierten "jüngsten Gerichts" Gottes für alle Menschen (vgl. prophezeite Apokalypse des Johannes).

Humanistische Lebenserfahrung und aufklärende Wissenschaft sind realitätsnäher als jeder dogmatische Glaube an fiktive Behauptungen, die unüberprüft als wahr akzeptiert werden sollen gemäß tradierten Religionen oder politischen Ideologien.

Wer über fiktive Aussagen nachdenkt, kann davon nur wenig glauben.

Die Unterscheidung von Fakten und Fiktionen ist nur mit wissenschaftlicher Skepsis durch kritisches Denken möglich, das schwerer fällt als blinder Glaube.

Glaube mit Überzeugung nur das, was Du selbst kritisch geprüft hast!

Wer kritisch nachdenkt, findet Zweifelhaftes.

Aufklärende Erkenntnisse der theoretischen Einsicht widersprechen oft kritikwürdigen Denkgewohnheiten für Vorurteile und Aberglaube.

Wer sich vor mühsamer Wahrheitssuche scheut, dem fällt Glauben leichter als Denken.

Mangelhaftes Wissen und geringes Denkvermögen sind Gründe für Unverstand und falsche Meinungen, auch für Aberglaube und Fanatismus.

Ein vernünftiger Mensch mit lebensnotwendigem Wissen kann sein Nichtwissen akzeptieren und muss nicht ersatzweise an religiöse Mythologien glauben.

Bisher Unerforschtes ist zu respektieren als Unerklärliches, - aber nicht als theologisch mystifiziertes 'Gotteswerk'.

Wo sicheres Wissen fehlt, kann nur gutes Vermuten helfen.

Praktische oder theoretische Einsicht (für Klugheit bzw. Weisheit) basiert auf situationsbedingt erworbenen Kenntnissen (Erkenntnissen für Wissen), die modellhaft erfassten 'begrifflichen' Beziehungen entsprechen.

Ein kognitiver Wissenszuwachs (durch Kenntniserwerb) führt zu einer 'innovativen' Einsicht und kann einen fortschrittlichen Qualitätssprung bei der Entwicklung von Wissen bedeuten.

Geniale "Wahrheitssucher" können Einsichten gewinnen für konstruktive Konzepte neuer 'bahnbrechender' Erklärungsmodelle zur wissenschaftlichen Erforschung wirklicher Sachverhalte.

Innovative Theorien als wegweisende Denkmodelle gewinnen erst dann an Bedeutung, wenn Experten sie richtig verstehen und unterstützen.

Konstruktive Konzepte oder Theorien stehen im Konflikt zu Denkgewohnheiten und Vorurteilen der so genannten Fachleute.

Denkgewohnheiten und Vorurteile basieren auf pragmatischem Erfahrungswissen, das in Fällen gewonnener Einsicht durch neue Erkenntnisse verbessert, korrigiert oder erweitert werden kann.

Notwendig für das richtige Verstehen innovativer Erklärungen von Erkenntnissen ist die hinreichende Einsicht in beschriebene Zusammenhänge aufgrund kontextgemäßer Sachkenntnisse des Verstehenden.

Wertvollstes Fachwissen ist nutzlos, wenn es nicht gebraucht wird.

Ein unverstandener Experte nimmt sein Wissen mit ins Grab.



Siehe auch   » Erkenntnis und Erfahrung   » Urteil und Wahrheit

Anhang:  » Zitate-Archiv »Religion und Kirche« - 4. Teil mit Essays

Essay:  » Kognitiv-logische Grunderkenntnisse (Logos-Relationen)

Literaturauswahl:  » Erkenntnisse zu Evolution, Mensch und Technik

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