Kosmosfotos mit dem » Hubble Space Telescope «  -  Links zu STSCI und NASA



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Das Hubble-Teleskop ist ein Gemeinschaftsprojekt der Nationalen Luft- und Raumfahrtorganisation der Vereinigten Staaten von Amerika (NASA) und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Es wurde nach dem US-Astronomen Edwin Hubble (1889-1953) benannt, der ein Gesetz für das expandierende Universum aufzeigte. Dieses Weltraumteleskop für sichtbares Licht, Ultraviolett- und Infrarotstrahlung umkreist die Erde in rund 600 Kilometer Höhe (innerhalb von 95 Minuten einmal) seit dem Jahr 1990. Neben zehnmal schärferen "Augen" hat Hubble einen anderen wichtigen Vorteil gegenüber den großen Bodenteleskopen: Dank der exklusiven Position im All muss es nicht durch die verzerrende Erdatmosphäre blicken. Die dadurch entstandenen Bilder von planetarischen Nebeln unterschiedlichster Farben, Formen und Größen gingen um die Welt und faszinierten die Menschen. Wissenschaftler freuen sich über neueste Erkenntnisse zu Alter und Entstehung des Universums. Mit Hilfe von Hubble wurden wissenschaftliche Theorien über den Kosmos praktisch überprüft, korrigiert und der beobachtbaren Wirklichkeit angenähert.
Das Hubble-Teleskop wiegt 11,6 Tonnen, ist 13,1 Meter lang und hat einen maximalen Durchmesser von 4,3 Metern. Seine Konstruktion ist die eines Spiegelteleskops vom Typ Ritchey-Chrétien mit zwei hyperbolischen Spiegeln. Der Hauptspiegel weist einen Durchmesser von 2,4 Metern auf und die effektive Brennweite des Systems beträgt 57,6 Meter. Die zum Betrieb notwendige Elektrizität wird mit Solarzellen erzeugt.

April 2001: Das Weltraum-Teleskop hat in 11 Jahren seit seinem Start am 24.04.1990 über 60.000 mal die Erde umrundet, 15000 Himmelsobjekte beobachtet, mehr als 400.000 Aufnahmen durchgeführt und dadurch insgesamt mehr als 10 Terabyte an Daten zur Erde geschickt. Die Folge waren über 11000 wissenschaftliche Arbeitsberichte und Veröffentlichungen.
Nach ersten unscharfen Bildern und einer ersten Notreparatur 1992 hat das Teleskop unter anderem dabei geholfen, das Alter des Universums (Urknall) auf 13,7 Milliarden Jahre festzulegen und die Existenz von so genannten "schwarzen Löchern" zu bestätigen. Zu den Sternstunden gehört dabei der Blick in die Tiefen und Anfänge unseres Universums.

Oktober 2006: Bisher hat das Teleskop mehr als 750.000 zumeist spektakuläre Bilder von explodierenden Sternen oder Galaxien zur Erde gefunkt. Rund 7000 Wissenschaftler werten weltweit die Aufnahmen aus. Mehr als 4000 wissenschaftliche Arbeiten folgten der "Hubble"- Forschung.
Das Teleskop sollte im Jahr 2006 oder 2007 durch eine letzte Service-Mission überholt und im Jahr 2010 außer Betrieb genommen werden. Nach dem Absturz der Raumfähre Columbia wurde diese Mission zunnächst mit Verweis auf Sicherheitsrisiken abgesagt. Am 31. Oktober 2006 gab die NASA bekannt, dass diese Mission mit der Bezeichnung STS-125, allerdings erst im Mai 2008, doch durchgeführt werden soll. Der erhoffte wissenschaftliche Nutzen würde das Restrisiko einer bemannten Service-Mission rechtfertigen, so NASA-Chef Michael Griffin. Das Risiko dieser Service-Mission soll so gering wie möglich gehalten werden. Da ein Erreichen der Internationalen Raumstation (ISS) aus der Umlaufbahn von Hubble für ein Space Shuttle nicht möglich ist, soll ein zweites Shuttle für eine eventuell notwendige Rettungsmission startbereit auf einer zweiten Startrampe stehen.
Während der Wartungsmission sollen alle sechs Gyroskope (Einrichtungen zur Lageregelung des Teleskops) und alle sechs Batterien ausgewechselt werden. Desweiteren ist ein neuer Sensor zum Anvisieren von Himmelsobjekten geplant. An verbesserten Forschungsgeräten ist eine neue Kamera und ein neues Spektrometer vorgesehen.

Mai 2009: Eine erneute Service-Mission erfolgte mit Hilfe der Raumfähre Atlantis seit dem 11.05.09 innerhalb von 13 Tagen im All, - mit verlängertem Aufenthalt wegen notwendiger Verschiebung und Umorientierung des Rückflugs wegen Schlechtwetter in Florida. Die Besatzung konnte geplante Verbesserungen und Reparaturen am Hubble-Teleskop durchführen, auch Batterien und einen Bordcomputer auswechseln, so dass das Hubble-Teleskop für weitere fünf Jahre in seinem Orbit arbeiten kann, - siehe » Foto von der Hubble-Mission - Außenarbeiten rund 560 km über der Erde.
Seit dem Beginn der Mission vor 19 Jahren hat "Hubble" rund 750.000 Aufnahmen aus dem All zur Erde geschickt. Die Mission kostete bisher 6,9 Milliarden Dollar (5,1 Milliarden Euro). Wenn das Hubble-Teleskop vollständig aufgegeben wird (etwa 2014), will die US-Weltraumbehörde Nasa das Gerät gezielt in den Pazifik abstürzen lassen.

Das Herschel-Teleskop wurde von der Raumfahrtorganisation ESA am 14. Mai 2009 in seine Umlaufbahn (Orbit um die Erde) gebracht. Mit seinem bisher größten Spiegel-Durchmesser (3,5 m) erschließt es den unsichtbaren Frequenzbereich des Infrarots, in dem fast die Hälfte aller Himmelsobjekte erstrahlen. Zur Kühlung seiner Detektoren verfügt es über 2000 Liter superfluides Helium und kann damit mindestens drei Jahre lang das "Unsichtbare Universum" beobachten. Damit erhofft werden Aufschlüsse über die Entstehung und Entwicklung von Sternen und Galaxien, auch über deren chemische Zusammensetzung, desweiteren darüber wie aus Sternenstaub Planeten entstehen und woraus die Atmosphäre von Kometen besteht. Bisher entdeckt wurde die Geburt sehr seltener Riesensterne in der Milchstraße, etwa 43000 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Dieses europäische Weltraumteleskop wurde nach dem deutsch-britischen Astronom Wilhelm Herschel (1738 - 1822) benannt, der den Planeten Uranus im Jahr 1781 entdeckte. An Bord sind auch Instrumente von deutschen Instituten.
Die Raumsonde Planck flog zusammen mit dem Herschel-Teleskop auf einer Ariane-5-Rakete in den Weltraum. Diese soll kleinste Temperaturschwankungen (im Bereich von einem millionstel Grad) in der kosmischen Hintergrundstrahlung aufspüren, die kurz nach dem Urknall vor knapp 14 Milliarden Jahren freigesetzt wurde. Aus gewaltigen Datenmengen des Planck-Satelliten (Messungen fast zwei Jahre lang) sollen vergangene und künftige Masseverteilungen im Universum abgeleitet werden.

 Ein Größenvergleich der Sonne (links, nur Rand) mit ihren Planeten:
 Merkur - Venus - Erde - Mars - Jupiter - Saturn - Uranus - Neptun - (Pluto)

Anhang: » Daten zur Raumfahrt-Geschichte  » Universum und Menschheit